Geschichte der Mönchhofkapelle

Gegründet um 700 vom Mainzer Bischof Ruthart gehörte der Mönchhof als Vorwerk zu einem kleinen Mönchskloster -

einem Heim der Reuen - Reuenheim, später Raunheim. (nach Prof. Dr. E.E. Metzner)

Wüsteneddersheim - später Mönchhof genannt - wurde 1118 erstmals urkundlich erwähnt und .....

 

1290 von Gottfried V. von Eppstein an das Reichsklarakloster Mainz verkauft.

Im 30jährigen Krieg wird die Mönchhofkapelle zerstört (wahrscheinlich 1622 im Zusammenhang mit der Schlacht bei Höchst:

Christian von Braunschweig und Ernst von Mansfeld gegen Tilly und/oder 1634/35 nach der Schlacht bei Nördlingen, totale Niederlage

der Schweden unter Bernhard von Weimar, danach Verwüstung von Raunheim und Umgebung durch die Schweden).

1687 Wiederaufbau der Kapelle und Weihe zu Ehren von Antonius von Padua, der Hlg. Clara und Maria und Aller Heiligen.

1781 Besitzerwechsel auf dem Mönchhof: Das Reichklarakloster in Mainz wird aufgelöst - Mönchhof und Claraberg kommen zuerst an

die Universität Mainz, später an das Mainzer Domkapitel. 1803 geht der Mönchhof an das Großherzogtum Hessen Darmstadt und

wird landwirtschaftliches Staatsgut (Staatsdomäne).

Der Mönchhofaltar - ein wahrscheinlich aus dem 1781 aufgelösten Karthäuserkloster Mainz ausgelagerter Barockaltar - wird aus der

Mönchhofkapelle in das Hessische Landesmuseum Darmstadt überführt.

Nach weiteren Besitzerwechseln geht die zwischenzeitlich unter Denkmalschutz stehende Mönchhofkapelle Ende Oktober 2004 in den

Besitz der Fraport AG (Betreiberin des Flughafens Frankfurt) über. Die Fraport AG finanziert die Renovierung der Kapelle (veranschlagt: 200.000 €)

ab Sommer 2007 bis zu deren Abschluss im September 2008.


(aus: www.kelsterbach.de: Zusammenstellung: Fritz Radlinger, Raunheim, 2. Vorsitzender des Fördervereins Mönchhofkapelle, Sept. 2008)